Prinzip

 

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Energie aus Licht und Sand
 
Der  photovoltaische Effekt,  die direkte  Umwandlung  von Licht  in  Elektrizität, wurde bereits 1839 von Alexandre Edmond Becquerel entdeckt, dessen Bedeutung für die Energiewirtschaft  jedoch  erst  sehr  viel  später erschlossen. Im Jahr 2006 steigerte sich der  Umsatz  der deutschen  Photovoltaikbranche laut BSW  (Bundesverband Solarwirtschaft) um 23%  auf 3,7  Milliarden  Euro. Insgesamt  waren zum  Ende  des Jahres 300 000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 2,5 GWp installiert. Als Hauptbestandteil von  Solarmodulen  wird  Silizium  eingesetzt. Ausgangsmaterial für die  Solarzellenherstellung ist  in  den meisten  Fällen  reiner  Quarzsand.  Man unterscheidet allgemein zwischen monokristallinem, polykristallinem und amorphem Silizium,     wobei     vornehmlich     das     monokristalline    Material     mit     einem durchschnittlichen  Wirkungsgrad  von 14-17  % und  das etwas  kostengünstigere Mehrkristall-Silizium (Poly) eingesetzt wird, dass heute ebenfalls bereits 12-15% des Sonnenlichts umsetzen kann.  Monokristalline Module wiederum haben  neben der optisch ansprechenderen Oberfläche den Vorteil des geringeren Flächenbedarfs. Die Herstellung der Solarmodule setzt eine ausgezeichnete technische Kenntnis des Fertigungsprozesses  vom Schmelzen  des Quarzsandes  über  das Gießen von Siliziumblöcken  und das  Sägen von  so  genannten Wafern bis  hin  zu  Schaffung hocheffizienter Oberflächenstrukturen voraus. Mit der Entwicklung seiner patentierten String-Ribbon-Technologie setzt das Unternehmen Evergreen Solar neue Maßstäbe. Wafer,  das Ausgangsmaterial für  die Zellherstellung, werden dort direkt aus  einem flüssigen   Siliziumbad   gezogen.   Bei   diesem  hocheffizienten  Verfahren  wird, verglichen mit  der herkömmlichen  Wafergewinnung,    die Hälfte an Energie  und wertvollem Silizium eingespart.
Häufig hinterfragt  wird  die energetische Amortisationszeit  von Solarmodulen.  Bei polykristallinen  PV-Generatoren steht  einem Jahresertrag von  ca. 900  kWh ein Energieaufwand mit 2.900 kWh von der Produktion bis zur Montage gegenüber. Bei einer  rechnerischen Lebensdauer  von 25 Jahren hat  eine  1  kWp-Anlage  also schätzungsweise  22.500  kWh erzeugt. Tatsache ist, dass eine monokristalline Qualitätssolarzelle  auch   nach  25   Jahren  nichts   von   ihrer   Leistungsfähigkeit eingebüßt hat und daher noch weit mehr leisten wird. Die Energierückführzeit beträgt ca. 3.2  Jahre –  ein Zeitraum,  der heute  von fast keinem   Kraftwerk  auf der  Welt unterboten wird.



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